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Die Dreifaltigkeitskirche

Bau der Dreifaltigkeitskirche 1701-1717

Die Dreifaltigkeitskirche vom Geschirrplätzel aus gesehen.
Die Dreifaltigkeitskirche vom Geschirrplätzel aus gesehen.

Ende des 17. Jahrhunderts. Die Stadt Speyer hat sich noch nicht wirklich von den Folgen des 30-jährigen Krieges erholt. Da wird sie bereits in den nächsten Krieg hineingezogen, den Pfälzischen Erbfolgekrieg. Französische Truppen verwüsten damals die Pfalz und ihre angrenzenden Gebiete. Sie zerstören Dörfer, Burgen und ganze Städte, darunter Heidelberg und 1689 auch Speyer. Die Bevölkerung muss fliehen – und wird erst zehn Jahre später nach Speyer zurückkehren. Der Wiederaufbau beginnt. 1712 wird der Grundstein für das neue Rathaus gelegt.

Bereits 1701-1703 entsteht der Rohbau der barocken Dreifaltigkeitskirche. Der Stadtrat lässt sie nach dem Vorbild der Katharinenkirche in Frankfurt bauen. In der Stadt am Main hatten die Mitglieder des Stadtrats während der zehn Jahre im Exil Zuflucht gefunden.

Bis 1717 dauert der Innenausbau mit  einem hölzernen Rippengewölbe über dem Innenraum und den von Pfeilern getragenen zweistöckigen Emporen an drei Seiten.

Beides ist noch heute weitestgehend  originalgetreu erhalten. Ebenso die Deckengemälde und Emporenbilder mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Von 2015 bis 2017 wurden sie aufwändig restauriert.

Die Innenrenovierung der Dreifaltigkeitskirche 2015-2017

Für die Innenrenovierung blieb die Kirche mehr als zwei Jahre lang geschlossen. Erst wurden Elektrik, Brandschutz, Fußböden und Kirchenbänke erneuert. Dann war die Kunst in der Kirche an der Reihe. Denn auch Altar, Kanzel und die direkt auf Holzemporen und Holzdecke gemalten Bilder hatten in der Vergangenheit deutlich gelitten. Sie waren teilweise so verrußt und schmutzig, dass nur eine Auffrischung die Bildmotive wieder deutlich sichtbar machen konnte.

Die Innenrenovierung hat rund  2,1 Millionen Euro gekostet. Knapp die Hälfte davon haben Kirchengemeinde und Bauverein mit Hilfe von zahlreichen Spendern und Sponsoren aufgebracht. Die andere Hälfte finanzierten Stadt, Land und Bund sowie die Stiftung Denkmalschutz.

Engel am Orgelprospekt
Engel am Orgelprospekt
Blick auf Altar und Orgel der Dreifaltigkeitskirche
Blick auf Altar und Orgel der Dreifaltigkeitskirche

Am 22. Oktober 2017 kehrte die Gemeinde zurück in die neu renovierte Kirche. In der Zeit der Renovierung hatten die Gottesdienste in der benachbarten Heiliggeistkirche stattgefunden. Am 31. Oktober  2017 schließlich wurden in der Dreifaltigkeitskirche im Zentralen Gottesdienst für Rheinland-Pfalz 500 Jahre Reformation und 300 Jahre Dreifaltigkeitskirche gefeiert.

Die Dreifaltigkeitskirche ist wieder, was sie von Anfang an war: Eine Stadtkirche, die Begegnungsort für alle Bürger sein soll, bei Gottesdiensten, Taufen und Trauungen, aber auch bei Gesprächsrunden und Konzerten. Eine Komponente aber hat noch hörbare Mängel: die Orgel. Orgelprospekt und  Orgelwerk brauchen dringend fachmännische Hilfe, damit auf der Orgel in der Dreifaltigkeitskirche wieder die Werke aller bedeutenden Komponisten erklingen können und nicht nur eine Auswahl. Bei dieser Renovierung aber sind wir erneut auf die finanzielle Hilfe von Spendern angewiesen.

Eine Zusammenfassung der Geschichte der Orgel in der Dreifaltigkeitskirche finden Sie hier: http://www.dreifaltigkeit-speyer.de/index.php?id=1815.

Kirche virtuell

Sie können die Dreifaltigkeitskirche auch virtuell besichtigen: Im Internet steht Ihnen unter www.360HD.de eine vergrößerbare 360-Grad-Ansicht zur Verfügung. Erstellt hat die Rundumansicht Stefan Woinke mithilfe von hochauflösenden Panoramafotos.